Der Wettbewerb

Der Internationale Johannes Brahms Wettbewerb Pörtschach wird in diesem Jahr in den Kategorien Klavier, Violine, Cello und Kammermusik ausgetragen. Der Wettbewerb beginnt am 1. September und endet am 9. September 2018 mit dem Preisträgerkonzert¹.

Zum ersten Mal wird in diesem Jahr für alle drei Instrumentalsparten Klavier, Violine und Cello ein Orchesterfinale angeboten.

Zum 25. Jubiläum des Johannes Brahmswettbewerbes werden folgende zusätzliche Preise gestiftet:

  • Einladung ein Konzert im Brahmssaal des Musikvereins in Wien im Frühjahr 2019 zu spielen.
  • Einladung ein Konzert im mit der Slovakia Sinfonietta in Zilina, Slovakei zu spielen.
  • Einladung ein Konzert in der Suntory Hall in Tokyo zu spielen.

Zugelassen sind Pianisten, Streicher und Kammermusiker aller Nationen, die den Anforderungen eines internationalen Wettbewerbes entsprechen, ohne Begrenzung des Alters.

Alle Vorträge sind öffentlich. Ebenso sind die Wertungen der Jury öffentlich und werden von jedem Jurymitglied unmittelbar nach dem Vortrag jedes Teilnehmers namentlich abgegeben und mit Punkteschild bekanntgemacht. Es werden die technische Beherrschung des Instrumentes sowie die künstlerische Aussage, jeweils mit Punkten von 0 bis 6 (in Zehntel teilbar), gesondert ersichtlich bewertet und dann addiert. Die Kandidaten können die öffentliche Wertung gleich nach ihrem Vortrag sehen.

¹) Die Teilnahme an diesem Konzert ist Voraussetzung für die Überreichung eines Preises.

Über den Wettbewerb

Der Internationale Johannes Brahms Wettbewerb Pörtschach findet 2018 zum fünfundzwanzigsten Mal statt. Als Klavier- und Kammermusikwettbewerb ins Leben gerufen, versammelt er inzwischen höchst qualifizierte Musiker der Sparten Klavier, Violine, Viola, Cello, Gesang und Kammermusik¹ in Pörtschach am Wörthersee.

Jedes Jahr bewerben sich über 400 Künstler aus mehr als 40 Ländern: Es sind praktisch alle west- und osteuropäischen Staaten von Griechenland bis Finnland vertreten. Darüber hinaus melden sich Kandidaten aus Australien, China, Japan, Südafrika, USA usw. an. Der Anteil der Österreicher liegt unter 10%.

Was macht den Johannes Brahms Wettbewerb besonders attraktiv für Teilnehmer aus aller Welt? Anders als bei den üblichen Wettbewerben zeichnet sich dieser durch eine hohe Transparenz der Wertungen aus. Die Juroren können sich nicht hinter einem Gremium verstecken, sondern werten direkt und spontan, unmittelbar nach dem Vortrag öffentlich, was hohe Anforderungen an die Jury stellt, für die Teilnehmer jedoch einen absolut korrekten und nachvollziehbaren Ablauf gewährleistet. Der Musiker erfährt also sofort nach Beendigung seines Vortrages, wie die Jury die technische und künstlerische Ausführung seiner Darbietung beurteilt, und das anwesende Publikum hat die Möglichkeit, die eigenen Eindrücke mit denen der Fachjury zu vergleichen. Schließlich ist es im Konzert auch so, dass der Applaus dem Vortrag folgt.

Dieser Modus mag im ersten Moment ungewohnt sein, es hat sich jedoch gezeigt, dass diese Art der Wertung von den Kandidaten sehr geschätzt wird, da jeder Juror von den anderen völlig unbeeinflusst, vor den Augen der Öffentlichkeit, wertet. Die Kandidaten haben darüber hinaus die Möglichkeit, anschließend mit den einzelnen Juroren über ihre Wertung Gespräche zu führen.

Der Wettbewerb ist in allen Sparten in drei Runden gegliedert.
Die erste Runde dient dazu, eine Vorauswahl anhand von „Pflichtstücken“ zu treffen. Hier kommt es in erster Linie auf die perfekte Beherrschung des Instruments an. Die in dieser Runde erreichten Punkte werden nicht in die zweite Runde mitgenommen, jeder Teilnehmer beginnt also in der zweiten Runde von Neuem, mit den gleichen Chancen. Dann stehen musikalische Ausdruckskraft und „Künstlertum“ im Vordergrund. Die Punkte der zweiten und dritten Runde werden addiert, es muss also eine konstant gute Leistung geboten werden, und der Sieg wird nicht aufgrund einer zufälligen Leistung davongetragen werden können.

Erfahrungsgemäß wird auch das Publikum vom Wettbewerbsfieber erfasst und zittert mit seinen Favoriten der Finalrunde entgegen. Stunden voll der Spannung und des musikalischen Hochgenusses, und das alles bei freiem Eintritt.

¹) Die Sparten Gesang und Viola werden 2018 nicht angeboten.